Unsere Wanderung auf dem Rundweg

Kleine Vorbemerkung:
Dass Urlaub bei Küblers nicht unbedingt etwas mit Erholung zu tun hat, wissen ja die meisten schon.
Aber was wir in diesem Jahr erlebten, überbot doch wieder unsere Erwartungen.
Aus einer Wanderung, die 3,5 Stunden dauern sollte, wurden 8,5 Stunden...

Weil wir am nächsten Tag mit der Sauschwänzlebahn fahren wollten, hatte Mario die Idee, das Gebiet um Blumberg am Rande des Südschwarzwalds schon einmal zu Fuß zu erkunden. Er wollte auch noch eine Wandekarte kaufen. Das hielt ich für überflüssig, denn am Ende kommt man bei einem ausgeschriebenen Rundweg doch automatisch wieder am Startpunkt an - dachte ich unwissenschaftlich und naiv... Also verzichteten wir auf eine Wanderkarte. Unsere Abenteuerwanderung begann am Zollhaus Blumberg - also dort wo auch die Sauschwänzlebahn ihre Fahrt beginnt, wenn sie fährt...
Was ist eigentlich ein Rundweg???? (Lösung: Laufen bis Station Lausheim-Blumegg, Reststrecke Bahnfahrt zurück zum Ausgangspunkt)


Was kann man bei einem Rundweg schon falsch machen? Wir brauchten doch schließlich nur immer unserem Symbol (schwarze Lok auf grünem Grund) nachzuwandern. Am Anfang ging es harmlos und ganz flach los. Kein Problem für uns Wanderprofis.
Und weiter ging´s über Berg und Tal. Wir liefen durch verschiedene Landschaften.
Wir bewunderten Sonnenblumenfelder, kleine Bäche,
durchschritten Höhen und Tiefen.
Aber wir sahen auf den Wegweisern zwar immer unser Wandersymbol. Nur gab es inzwischen keinen Hinweis mehr auf Blumberg - also auf unseren Startpunkt. Mario versuchte, mit dem Navi unsere exakten Koordinaten zu ergründen.
Nach fast vier Stunden endete unser Wanderweg an einer Bahnstation. Hier kam uns die Erkenntnis, dass man den "bescheidenen Rest" der Strecke bis zum Zollhaus Blumberg mit der Sauschwänzlebahn zurücklegen sollte, die aber an dem Tag nicht fuhr.. Das war deprimierend. Gleich neben der Bahnstation Lausheim-Blumegg (siehe Karte oben) befand sich eine Gaststätte, die natürlich auch geschlossen war.
Also mussten wir zu Fuß zurück... Wir hatten immerhin noch eine halb gefüllte kleine Flasche mit Wasser bei uns. Zu essen nichts, denn für die geplanten 3,5 Stunden braucht man ja nicht unbedingt was. An dem Gebirgsflüsschen Wutach füllte ich die leere Flasche mit Wasser als eiserne Reserve. Wir hatten ja schließlich noch ein paar Kilometerchen vor uns. Zwischendurch wunderten wir uns auch immer mehr über die Beschilderung auf unseren Wegen.
Das war schon alles ziemlich anstrengend. Erschöpft ruhten wir uns auf einer Bank aus... ... und freuten uns über den Wegweiser, auf dem zu lesen war: Blumberg nur noch 2,5 km. Na gut, dann noch bis zur Endstation Zollhaus bei Blumberg - aber das schien doch schon überschaubar.
Was wir nicht ahnten: Der anstrengendste Teil unserer kleinen Wanderung lag noch vor uns. So mancher Abgrund tat sich auf, und mancher Anstieg war beschwerlich.
Unter anderem mussten wir die Treppe hinauf, die ins Abwärts führt - oder so in der Art... Nichts für Angsthasen... Neben uns war ein Wasserfall, für dessen Schönheit wir keinen so richtigen Blick mehr hatten.
Endlich oben angekommen über unzählige Serpentinen. Wir waren nun am eigentlichen Beginn eines Wandergebiets "Zu den Wasserfällen". Die Begrüßungsschilder haben wir gleich verstanden. Der Teil der Wanderung lag ja bereits hinter uns.
Fix und fertig traten wir die letzte kleine Teilstrecke durch Blumberg an, die uns zum Parkplatz durch zivilisiertes Gebiet führte. Dafür brauchten wir ewig lange. Beim näheren Nachdenken fallen uns nur noch die schönen Bilder der Wanderung ein. Als wir nach 8,5 Stunden vollkommen fußlahm am Auto ankamen, aßen wir unser Brötchen sehr schnell auf und die gesamte Wanderung erschien uns nun nur noch ganz verblümt...

Ach ja, noch ein paar andere Urlaubsbilder...
Montag waren wir in Friedrichshafen im Zeppelinmuseum... ... und natürlich oben auf diesem Turm.
Mittwoch fuhren wir dann wie geplant mit der Sauschwänzlebahn. Die Landschaft um die Strecke kannten wir nun schon ein bisschen - dank unserer Wanderung am Vortag. Am Abend aßen wir auf der Terrasse einer Gaststätte im Donautal mit Blick auf den Knopfmacherfelsen.
Die Abende in der schönen Ferienwohnung waren wieder sehr gemütlich. Das Wetter war so gut, dass wir immer lange auf dem Balkon sitzen konnten. Am Donnerstag gab es gemeinsam mit unseren netten Vermietern und den anderen Feriengästen einen deutsch-schwäbisch-holländischen Abend am Kamin.
Einmal blieben wir in der Umgebung und betrachteten uns die Gestalten rund um den Pfullendorfer See. Am Nachmittag sahen wir uns die historische Altstadt an.
Wir konnten es uns nicht verkneifen, am Sonnabend noch einmal zum Bodensee zu fahren. In Überlingen machten wir eine kleine Bootsfahrt und schlenderten die Strandpromenade entlang und durch die hübsche Stadt.
Die Rückfahrt am Sonntag war wegen der hohen Verkehrsdichte deutlich ungemütlicher als die Hinfahrt. Aber unser blaues Gefährt hat uns gut nach Hause gebracht. Nun freuen wir uns, wieder zu Hause zu sein. Michi hat dafür gesorgt, dass alle Blumen noch so gut wie vorher aussehen.